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02. August 2021

Rad am Ring 2016

Einmal im Jahr rückt die Formel 1 Rennstrecke am Nürburgring in den Mittelpunkt der Radsportszene.

Rund zehntausend Radfahrer drehen dann auf dem Grand-Prix-Kurs und der legendären Nordschleife durch die sogenannte „grüne Hölle“ ihre Runden. Vom 29. bis 31. Juli mittendrin: das Skiclub-Karlsbad-Rennradteam, das wieder einmal mit überragenden Ergebnissen überzeugte. Der 26 km lange Kurs bietet alles, was das Radlerherz höher schlagen lässt: Rasante Abfahrten, bis zu 17% steile Anstiege, ein Straßenbelag vom Feinsten, schnittige Kurven. Und das alles frei von Autoverkehr, so dass die gesamte Streckenbreite genutzt und auf der Ideallinie gefahren werden kann.

Die Vorbereitung auf dieses Mega-Event begann schon im Oktober 2015 mit einem Aufruf von Paul Prechtl (mit insgesamt 7 Teilnahmen Rad-am-Ring-Urgestein), ob es noch für den Radsport brennende SCKler gibt, die sich dieser Sache anschließen möchten. Die Resonanz war überwältigend: 17 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sofort Feuer und Flamme und sagten zu. In den nächsten Wochen und Monaten wurde organisiert, geplant und vor allem viel trainiert und am 29. Juli trafen die Sportler dann nach und nach in der Eifel ein.

Die Basisstation des SCK-Teams direkt an der Rennstrecke wurde vom sportlichen Leiter des Rennradteams Thomas Schaudel gut gewählt und mit zwei Wohnwägen, einem Pavillon mit Biertischgarnitur, Kaffeemaschine und Mikrowelle, sowie einem Campingbus hervorragend ausgestattet. Gutes Wetter, was für die Eifel nicht selbstverständlich ist, beste Laune und hohe Motivation rundeten die Teilnahme ab und waren die Grundlage für ein unvergessliches und erfolgreiches Wochenende.

Am Start waren drei Zweierteams (Andy Klein, Swen Mansann, Paul Prechtl, Dirk Hünecke, Bernhard Becker, Frank Ohl) und zwei Viererteams (Diana Dekan, Thomas Schaudel, Andreas Appich, Herbert Zaiss, Martina Gartner, Daniel Schwab, Jörg Kronwald, Markus Rabold) beim 24-Stunden-Rennen, zwei RTF-Fahrer (Janine Kronwald, Matthias Bodemer) und ein Teammanager (Hans Schwab).

Von Anfang an ging es ambitioniert zur Sache und alle Teams lagen gut im Rennen. Teilweise wurde zwischen den Teamfahrern fliegend gewechselt, um nicht unnötig Zeit zu verlieren. So drehten die Teilnehmer nach dem Start am Samstag um 12:30 Uhr Runde um Runde, lieferten sich untereinander und mit anderen Mannschaften ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen und lagen bis zum Abend und in die Nacht hinein immer im vorderen Bereich des Teilnehmerfelds. Bei Tagesanbruch stellte man dann mit Erstaunen fest, dass das 2er-Team mit Paul Prechtl und Dirk Hünecke auf Platz 2 und kurz danach auf Platz 1 der Altersklassenwertung MAS3 lag. Das Team mit Swen Mansann und Andy Klein war dritter in seiner Altersklasse (MAS2). Beide Teams fighteten und konservierten den Vorsprung bis zum Ende. Team Andy und Swen mit 26 Runden, Team mit Paul und Dirk mit 25 Runden. Und auch alle anderen Teams schlugen sich wacker und fuhren Runde um Runde persönliche Bestzeiten ein.

Neben den Spitzenplatzierungen sowie jeder Menge Teamgeist und Spaß ist noch eine besondere Leistung hervorzuheben: Die des spontan ernannten Teammanagers Hans Schwab, der ohne eine Minute Schlaf die ganze Nacht an der Strecke stand und Buch führte und vor allem darauf achtete, dass jeder Staffelfahrer rechtzeitig am Streckenrand bereit stand. Eine bemerkenmswerte Leistung!

Am Sonntag nach dem Zieleinlauf um 12:30 Uhr wurde das Lager dann schnell wieder abgebaut und die Vierteams zogen von dannen. Die Zweierteams durften noch bis zur Siegerehrung warten und konnten erst um 16:30 Uhr die Heimreise antreten, todmüde, aber extrem glücklich und stolz auf die nicht zu erwartenden Ergebnisse.

Alle 2er Teams waren unter den ersten 10% aller 2er Teams. Auch die 4er Staffeln und die RTF-Fahrer schlugen sich sehr wacker und erreichten mit zahlreichen gefahrenen Runden und vielen, vielen Höhenmetern beste Ergebnisse.

Fazit: das Radteam des Skiclub Karlsbad  hat die Vereinsfarben mal wieder mehr als ehrenhaft vertreten. Nach 2014 ist dies bereits das zweite Mal, dass ein erster AK Platz erreicht werden konnte. Die Grüne Hölle wurde erneut mit Edelmetallfarben im Gepäck verlassen.

Chapeau SCK Radteam.