21. February 2018

 

auf den Spuren der Tour de France, in den Savoyer Alpen

 

Es muss eine dieser Dienstagabend Ausfahrten gewesen sein, als alles Blut in den Beinen und keines mehr im Kopf war, als die Idee geboren wurde, wir könnten doch mal richtige Berge fahren und nicht immer nur die Schwarzwaldhügel. So eine Tour de Trance Etappe halt. Es kam wie es kommen musste, einer spricht es aus, ein andere vergisst es nicht und dann kommt die Einladung zum Orga Abend.

Schnell waren 6 Unerschrockene des SCK Rennrad-Team, Hans Schwab, Reiner Jokisch, Herbert Zaiss, Jörg Kronwald, Holger E., Udo Florek, gefunden die sich dann am 5 August bei strahlenden Sonnenschein auf den Weg in die Savoyer Alpen machten. Ihr Ziel St.J.Maurienne, welches am Fuss des Col de Croix de Fer liegt. Von hier ging es am Tag 1, bei perfektem Wetter, los. Schon morgens schien die Sonne und keine Wolke sollte uns den Ausblick trüben, aber auch keinen Schatten spenden, aber dazu später mehr.

Die Etappe begann die ersten 10 km flach bis nach St.Michel de.Maurienne. Von dort ging es den ersten Anstieg (11km / 860hm) hinauf zum Col du Telegraphe, welcher nur ein Zwischen Col zu unserem eigentlichen Ziel dem Col du Galibier (2645 h) war.

Der Galibier wird auch des öfteren das Dach der Tour de France genannt und gehört zu einer der höchsten befahrbaren Alpenpässe. Doch bevor man die Auffahrt zum Galibier starten kann, muss man wieder ca. 5km /150 hm opfern um nach Valloire abzufahren. Macht man ja nur ungern, wenn man weiß, dass es danach für Stunden wieder den Berg hinaufgeht. Nun denn, ab Vallior öffnete sich ein wunderbares Tal, welches wir dann 17km / 1250 hm bei teilweise 12% „hinauf krabbelten“. Oben auf dem Galibier, bei über 20 Grad wurden wir mit einer wahnsinns Fernsicht mehr als ausreichend belohnt.

Danach folgte eine schöne lange Abfahrt nach Bourg d’Oisans. Nein, Alpe d’Huez ließen wir aus. Obwohl es 2-3 gab die meinten sie hätten schon können, wollten aber den Rest nicht alleine lassen. Das nenn ich mal Teamgeist . Also ging es flach mit Gegenwind bei über 30 Grad, ja wo war der Schatten?, weiter nach Rochetaille. Von hier sind es nur noch knapp 60 km meinte Herbert, ja super davon 34 km bergauf plus 1680 Höhenmeter. Ich mach es kurz, die Auffahrt tat echt weh. Es war heiß, steil, unrhythmisch, lang ….

Am Ende des Tages hatten wir gute 8 Std im Sattel gesessen, 165km und 3951 H/mtr. bewältigt. Bei perfektem Wetter, bester Laune und ohne Defekt & Sturz.

Tag 2 sollte etwas was lockerer werden und das wurde er auch Dank dem Ski Ort Toussuire und einer riesen Lasagne. Start war wieder in St.J.Maurienne. Nach 50 m einfahren ging es direkt hoch zum Col de Mollad (18 km/1100 hm), dann hinunter und auf der anderen Talseite hoch zum Skiort La Toussuire. Dort sind wir bei strahlenden Sonnenschein, in einem netten Lokal bei bestem Essen hängengeblieben so dass der Tag gut zur Erholung genutzt wurde. Tages Bilanz 70km bei 2010 H/mtr.

Tag 3 war eine Transferetappe. Wir verließen unsere Quartier in St.J.Maurienne um nach Albertville (bekannt von den Olympischen Winterspiele 1992) umzuziehen. Es ging via Col de Chaussy (1552) schöner kleiner Pass mit vielen Kehren und kaum Verkehr gefolgt vom Col de Madeleine (2000h) nach Albertville. Der Col de Madeleine ist immer auch immer wieder Teil der Tour de France Strecke. Er ist zwar lang (27-34km je nach Auffahrt) aber sehr angenehm zu fahren. Insgesamt machten wir auf den nur knapp 90km fast 2200 H/mtr. Wie sollte es auch anders sein, bei top Wetter. Das Wichtigste auf diesen Etappen war die Sonnencreme noch von den PowerGels J.

Der 4te und zugleich auch letzte Tag sollte uns nochmal etwas fordern. Herbert hatte sich bei der Planung wirklich sehr viel Mühe gegeben und kein Highlight ausgelassen. So ging es, schon fast peinlich, bei Sonnenschein via dem Col de Peer hinauf zum Roseland Stausee. Ein wirkliches super schönes Gebiet. Am Stausee entlang fuhren wir weiter hoch zum Col de Roseland (1800) um danach hinab vorbei an Bourg. St.Maurice via Notre Dame de Per zurück nach Alberville. Tagesbilanz 135km / 2691 H/mtr. und einen Plattfuß J.

Fazit, es war super schön wenn auch zeitweise etwas anstrengend, aber das Team und die Kameradschaft halfen jedem über die Berge und somit war die Tour Savoyer Alpen für alle Teilnehmer ein bleibendes Erlebnis.

 

… bis bald bei den „Bergziegen“ des SCK  Rennrad-Team

Gruppenübergreifende Radausfahrt in Vorarlberg und Tirol

9 Rennradler aus allen drei Leistungsgruppen des SkiClub Karlsbad machen zusammen eine dreitägige Radtour in den Alpen. Geht nicht…?

Geht doch! Man braucht dazu:

-          Ein flexibles Team, in dem jeder mal mehr gibt oder auch mal zurücksteckt.

-          Eine geeignete Region mit mehreren Touren-Alternativen.

-          Spaß am Radfahren.

Das ist auch schon alles, zustande gekommen vom 08. bis 11. August 2013 in Vorarlberg.

Zum Team gehörten (grob nach Gruppen sortiert) Bernhard Becker, Markus Rabold, Paul Prechtl, Herbert Zaiss, Udo Florek, Robin Fundinger, Joachim Kuch, Matthias Bodemer und Bernd Weber. Alle Touren waren so geplant, dass sie einen gemeinsamen und einen nach Leistungswillen individuellen Teil hatten.

Nachdem sich die Sportfreunde aus der Ersten schon am Vor- bzw. Vor-Vortag Oberschenkel warmgefahren haben (Paul mit 2 x Timmelsjoch am Mittwoch und  Bernhard, Markus und Paul mit dem Kaunertaler Gletscher am Donnerstag) konnte am Freitag bei wolkenverhangenem Himmel die erste gemeinsame Tour in Angriff genommen werden. Gemeinsam ging es 7 km vom Hotel nach Thüringen (gibt es in Vorarlberg auch), dort teilten sich die Gruppen auf; Tour 1 führte übers Furkajoch (1750 m) und Tour 2 übers Faschinajoch (1450 m), anschließend Abfahrt über Damüls nach Au, wo sich beide Gruppen (mit 10 Minuten Zeitabstand) wieder trafen. Leider hatte inzwischen Regen eingesetzt und so ging es nass durch das Tal der Bregenzer Ache nach Schwarzenberg, rauf aufs Bödele (1000 m), runter nach Dornbirn und von dort mehr oder weniger flach zurück zum Startpunkt. Tour 1 hatte rund 140 km mit 2.500 hm und Tour 2 120 km mit 2.200 hm.

Am Samstag war die Königsetappe geplant: Gemeinsam ging es 40 km durchs Montafon, wobei rund 500 Höhenmeter überwunden wurden. Dann kam das Highlight der Ausfahrt: Die Silvretta Hochalpenstraße: 12 km wunderbare Serpentinen, Straßenbaukunst vom Feinsten, landschaftlich ein Traum und über 1200 hm hoch zum Silvretta-Stausee auf 2050 m Höhe. Dort wieder die Gruppenteilung: Tour 1 führte über Galtür, Ischgl nach Landeck und von dort über den Arlbergpass zurück zum Startpunkt, Tour 2 fuhr die gleiche Strecke wieder zurück. Tour 1 hatte runde 150 km mit 2.800 hm, Tour 2 105 km mit 1800 hm. Das alles bei bestem Radwetter: 25° im Tal, 15° auf 2000 m Höhe und Sonne mit ein paar Schönwetterwolken.

Die Abschlusstour am Sonntag ging übers Faschinajoch wieder nach Damüls und von dort aus rauf aufs Furkajoch (dieses Mal von der anderen Seite) runter nach Rankweil und wieder zurück zum Startpunkteine 88 km lange Abschlussrunde mit rund 2.100 hm, weil am selben Tag ja noch die Heimfahrt nach Langensteinbach anstand. Die Touralternative an diesem Tag bestand darin, dass gewandert wurde: Von Gargellen aus (1400 m) ging es auf den 2.150 m hohen Schafkopf (3 Stunden Gehzeit) und wieder zurück mit der Gondel ins Tal. Radtour und Wanderung wiederum bei besten äußeren Bedingungen.

Insgesamt ein tolles verlängertes Wochenende, schöne Touren, viel Spaß an unserem Sport und vor allem: ein Super Team auf das der SCK Stolz ist.

bis bald beim SCK RADTEAM

 
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